Fettung und Trocknung (Leder)

Die Fettung ist bei der Lederherstellung im allgemeinen der letzte Arbeitsgang in wäßriger Phase vor der Trocknung. Durch die Fettung werden die mechanischen und physikalischen Eigenschaften des Leders stark beeinflußt. Würde Leder nach der Gerbung ohne jegliche Fettung getrocknet, würde es hart und blechig und durch eine starke Narbenbrüchigkeit gekennzeichnet sein. Das Fetten von Leder setzt besondere, sorgfältig ausgewählte Fettungsmittel oder deren Kombinationen voraus. Die Fettmenge muß der erforderlichen Weichheit und dem gewünschten Griff des Leders angepaßt werden. Außerdem müssen bei der Auswahl der Fettungsmittel die unterschiedlichen Methoden der Ledertrocknung berücksichtigt werden. Die gefetteten Leder werden in der Regel über Nacht aufgebockt, sodann mechanisch entwässert und auf der Narbenseite geglättet. Im Rahmen der Naßzurichtung können die Lederarten auch „wasserabweisend“ gemacht werden (Hydrophobierung). Dazu werden die Faserzwischenräume mit einer wasserabdichtenden Substanz, wie Fett oder Paraffin, geschlossen. Alternativ werden Substanzen verwendet, die den Faseroberflächen die Fähigkeit nehmen Wasser aufzumehmen und weiterzuleiten. Siehe auch Lederherstellung.

 

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Erklärung 'Fettung und Trocknung (Leder)' im Polstermöbel Lexikon