Buchstabe K im Polstermöbel Lexikon
Kaltschaum-Festpolsterung: Der Kern der erstklassigen Finkeldei-Festpolsterung besteht aus hochwertigem Kaltschaum. Die Kombination unterschiedlicher Härtegrade wurde auf ergonomische Anforderungen ausgerichtet und bringt optimalen Langzeit-Komfort. Auf der Oberseite wird die Kaltschaumpolsterung mit Lastilux abgedeckt. Der spezielle Aufbau garantiert eine überdurchschnittliche Feuchtigkeits- und Luftdurchlässigkeit sowie festen Halt. Siehe auch
Sitzaufbau.
Kappnaht: Besonders haltbare Doppelnaht, bei der die überstehenden Nahtränder schmalkantig abgesteppt sind. Siehe auch
Nahtverarbeitung.
Keder: Keder nennt man eine in ein Stoffband gefasste Schnur. Kantennähte von Kissen oder Polstermöbeln werden damit geschmückt und zugleich auch stabilisiert und haltbarer gemacht. Der Keder wird beim Nähen immer zwischen zwei Stofflagen gefasst. Er kann aus demselben Stoff wie der Bezug sein – in der gleichen oder einer anderen Farbe – oder auch aus einem ganz anderen Material, wie zum Beispiel Leder oder Mikrofaser. An Kissen werden als Dekoration zum Teil auch dick wattierte Keder genäht. Siehe auch
Posamente.
Keder-Stürznaht: Zwischen die zu verstürzenden Stoff- oder Lederteile wird ein Keder gelegt und mit Hilfe eines Kederfußes vernäht. Siehe auch
Posamente.
Kedern (spezielle Nähtechniken): Ein spezieller Kederfuß ermöglicht den Durchlauf einer vorgefertigten Kedereinlage, die dadurch verzugsfrei eingearbeitet werden kann. Siehe auch
Posamente.
Kette: Längsfaden und Gerüst von Textilgeweben.
Klassizismus: Der Klassizismus von 1780 bis 1804 als prägende Stilform zeichnet sich beim Möbel durch seine klassischen Grundformen und einfache, klare Gliederung aus, die fast spröde auf den Betrachter wirkt. Siehe auch
Stilrichtungen.
Knittererholungsvermögen: Mit dem Knittererholungsvermögen meint man die Fähigkeit von Fasern oder Geweben, sich von selbst wieder zu glätten, nachdem sie geknittert wurden. Beim Polstermöbel ist es beispielsweise ein wichtiges Qualitätskriterium, ob und wie rasch sich die Möbelbezugsstoffe auf losen Polstern wieder glätten, nachdem man darauf saß oder sich daran anlehnte. Übrigens: Schurwolle hat von Natur aus ein sehr gutes Knittererholungsvermögen – Leinen dagegen hat gar keines, aber es „knittert edel“!
Konfektionierung: Verarbeitung von Schaumstoffen oder Bezugsstoffen zu Fertigteilen für Polstermöbel.
Köper: Köper heißt jedes in Köper-Bindung gewebte Gewebe. Die Köperbindung zählt zu den drei Grundbindungen. Ihr Rapport geht über mindestens drei Kett- und drei Schussfäden. Durch die Bindung ergeben sich die für einen Köper so charackteristischen, diagonal im Gewebe verlaufenden Rippen, die so genannten Grate. Je nachdem, ob sie mehr von der Kette oder vom Schuss gebildet werden, spricht man von Kett- oder Schussköper oder vom gleichseitigen Köper. Variationen sind auch Breit- oder Mehrgratköper, letzterer mit verschieden breiten Graten. Köper werden aus allen Faserarten gewebt und sind meist fest und strapazierfähig. Ein typischer Köperstoff ist Drell.
Kordel: Eine Kordel entspricht einem sehr dicken Zwirn und wird in der Passementrie vielfältig verwendet. Siehe auch
Posamente.
Korpus: Der Korpus ist die tragende Grundkonstruktion eines Polstermöbels, wobei der Korpus nicht mit dem Gestell zu verwechseln ist.
Kräuselband: Kräuselband ist ein anderer Ausdruck für Gardinenband.
Kräuseln (spezielle Nähtechniken): Mit Hilfe eines Bandes und dem veränderlichen Obertransport lassen sich Mehrweiten des Bezuges auf bestimmte Abmessungen einarbeiten. Siehe auch
Nahtverarbeitung.
Krispeln (Leder): Lederarten, bei denen die natürlichen Narben besonders zum Vorschein kommen soll, werden gekrispelt. Das Leder wird beim Maschinenkrispeln von zwei gleichlaufenden Walzen über die Kante einer Stahlplatte gezogen. Je nach Lederart wird in der Längs- oder in der Querrichtung oder auch schräg (diagonal) gekrispelt. Siehe auch
Lederbearbeitung.

