Buchstabe H im Polstermöbel Lexikon

Halbleinen: Ist der geschützte Begriff für Gewebe mit einer Kette aus reiner Baumwolle und einem Schuss aus reinem Leinen, wobei der Leinenanteil mindestens 40 % des Gesamtgewichts ausmachen muss. Sie haben deshalb die Optik und die positiven Gebrauchseigenschaften sowohl von Baumwolle als auch von Leinen, sind glatt und matt glänzend,weitgehend fusselfrei, saugfähig, sehr strapazierfähig und gut waschbar. Daher wird die Halbleinenkombination hauptsächlich für Bett-, Bad-, Tisch- und Küchenwäsche verwendet.

Haptik: Mit der Haptik eines Stoffes meint man die Art und Weise, wie er sich anfühlt – also beispielsweise weich oder rau, glatt oder flauschig. Der Begriff leitet sich vom griechischen Ausdruck für „greifbar“ her und bezeichnet all das, was wir über den Tastsinn wahrnehmen können. Neben der Optik und den Gebrauchseigenschaften gehört die Haptik zu den wichtigsten Eigenschaften eines Stoffes. Siehe auch Bezugsstoff.

Heftung: Unter einer Heftung verseht man eine Polsterflächenaufteilung, die durch flachgewebte, geometrische Einzelaufteilungen gekennzeichnet ist. Sie entsteht, indem der Polsterbezug an spiegelbildlich markierten Stellen mit Hilfe von Heftstichen durch eine elastische Polsterauflage bis auf das Grundpolster gezogen und dort befestigt wird. Nach der Form der Heftfelder unterscheidet man Raute, Rauten mit Pfeifen, halbe Rauten mit Pfeifen, Quadrate und Rechtecke. Siehe auch Posamente.

Hilfsstoffe bei Lacken: Additive, auch als Zusatzstoffe oder Hilfsstoffe bezeichnet, werden für viele Lacke noch als Ergänzung eingesetzt. Sie sollen die Produkteigenschaften verbessern, die Verarbeitung erleichtern und dienen der Qualitätssicherung und –verbesserung. BSP.: Netzmittel verhindern das Eindicken und die Flockenbildung; Konservierungsstoffe unterbinden einen zu schnellen Alterungsprozeß; UV-Absorber hemmen das Vergilben und Verspröden durch Sonneneinwirkung. Siehe auch Oberfläche.

Hinterschäumtechnik: Bei der Hinterschäumtechnik wird der Bezugsstoff luftundurchlässig beschichtet. Nun wird er unter Vakuum in eine Polsterform gesaugt und mit Schaum besprüht werden. Wenn sich der Schaum verfestigt hat, wird das fertige Polster aus der Form genommen. Diese Technik hat gegenüber der herkömmlichen Polstertechnik enorme Kostenvorteile. Nachteilig ist jedoch, daß die luftundurchlässige Abdichtung des Stoffes das Sitzklima negativ beeinflußt, die Atmungsaktivität wird beeinträchtigt. Man versucht zwar, Luftkanäle in das Polster zu integrieren, in der Praxis jedoch werden diese Kanäle aber durch das Gesäß ausgefüllt oder zusammengedrückt. Ein weiterer Nachteil liegt im Auftragen des Schaumes. Bei der Hinterschäumtechnik wird der Schaum nur in der Dicke des Polsters aufgetragen. Homogenität und Polsterhärte können dadurch beeinträchtigt werden. Siehe auch Bezugsstoffbearbeitung.

Hinterstich (einfach): Die meisten Garnierungen, die an den Fassonkanten nach dem Leiterstich angewendet werden, werden mit Hinterstichen ausgeführt. Der einfache Hinterstich verläuft rechtwinklig. Alle Ein- und Ausstiche liegen dicht nebeneinander. Siehe auch Nahtverarbeitung.

Hinterstich (verknüpft): Bei dieser Ausführung wird jedesmal nach dem unteren Ausstich der Faden des vorhergehenden Stiches um die Nadel gelegt und damit eine Umschlingung gebildet. Diese Umschlingung bewirkt, daß der Stich, nachdem er einmal angezogen ist, nicht mehr nachläßt, so daß bei jedem folgenden Garnierstich nur dieser kräftig angespannt werden muß. Siehe auch Nahtverarbeitung.

Hinterstich-Nähstiche: Er heißt auch „Rückstich“ und wird ebenfalls mit einer geraden Nadel ausgeführt. Die Nadel wird dabei immer von unten her durch das letzte Loch nach oben geführt und in das vorletzte Loch zurückgestochen. Auf der Rückseite soll der Faden stets entweder oberhalb oder unterhalb der Nadel liegen, nur so sind die Stiche auf der Rückseite einwandfrei. Die einzelnen Stiche bilden Schlingen, die sich bei Zugbeanspruchung zuziehen. Siehe auch Nahtverarbeitung.

Hochgewebe: Hochgewebe vor allem Gobelins – werden am Hochwebstuhl mit senkrecht verlaufender Kette gewebt. Jedoch: Vereinzelt wird bei Stoffen oder Teppichen mit Flor ebenfalls von Hochgeweben gesprochen, selbst wenn sie an einem Flachwebstuhl entstanden sind – als Abgrenzung zu den Flachgeweben ohne Flor.

Hochlehner: Ein Hochlehner ist ein Sessel mit überproportional hoher Rückenlehne von 105 bis 110 cm.

Hocker: Ein Hocker ist ein kleines Sitzmöbel ohne Lehnen und wird meist in Kombination mit einem bequemen Sessel verwendet, um die Füße „hochlegen“ zu können.

Höhenrapport: Mit Höhenrapport meint man den Abstand, in dem sich ein Stoffmuster der Höhe nach, also in Kettrichtung, wiederholt. Anschaulicher ist der Begriff Längenrapport. Siehe auch Bezugsstoff.

Holzarten: Für Qualitäts - Polstermöbel werden nur ausgesuchte Hölzer wie zum Beispiel Buche, Red Alder, Linde, Kirsche und Ahorn verwendet.

Hotelmöbel: Möbel die für den Einsatz in Hotels geeignet sind bezeichnet man als Hotelmöbel. Speziell für den Objektbereich entwickelte Objektmöbel müssen den hohen Anforderungen hinsichtlich der starken Beanspruchung im Hotelbereich gerecht werden. Auch das Brandverhalten z.B. der Polstermöbel ist ausschlaggebend, ob ein Möbel als Hotelmöbel eingesetzt werden kann.

Husse: Als Husse (französisch: Housse) bezeichnet man einen dekorativen textilen Überwurf für Polstermöbel. Diese Art der Polsterung läßt Ihr Möbelstück legerer wirken.

Hydrophobierung (Leder): Der Arbeitsgang der Hydrophobierung soll das Leder wasserabweisend machen. Dazu werden die Faserzwischenräume mit einer wasserabdichtenden Substanz (z.B. Fett, Paraffin) geschlossen, oder es werden Substanzen verwendet, die den Faseroberflächen die Fähigkeit nehmen, Wasser aufzunehmen und weiterzuleiten. Siehe auch Lederbearbeitung.

 

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